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Bindearten: Schnürsenkel einziehen und binden
Sobald Schnürsenkel erneuert werden müssen, stellt sich die Frage nach der richtigen Länge. Diese ist nicht nur von der Anzahl Ösenpaare und deren Abständen abhängig, sondern auch von der Art und Weise, wie die Schuhe geschnürt werden.Criss Cross Lacing - 114 cm
Die vermutlich am meisten verwendete Schnürung. Die sich kreuzenden Schnürsenkel ergeben einen sicheren Halt in jedem Schuhwerk und sorgen für einen hohen Tragekomfort.
Over Under Lacing - 114 cm
Die Schnürsenkel kreuzen sich abwechslungsweise unter- und übereinander. Eine dekorative Variante der beliebten Kreuzbindung.
Double Helix Lacing - 114 cm
Die normale Kreuzschnürung erlaubt schnelles und einfaches Schnüren. Besonders bei hohem Schuhwerk mit vielen Ösenpaaren ist diese Bindeart zu empfehlen.
Straight Bar Lacing - 100 cm
Eine beliebte und elegante Parallelbindung für Freizeitschuhe. Diese Bindeart funktioniert jedoch nur mit einer geraden Anzahl an Ösenpaaren - ansonsten treffen sich die Schnürsenkel-Enden nicht zum Binden.
Straight Easy Lacing - 100 cm
Eine einfache und schnelle Art der geraden Parallelbindung. Der Halt im Schuh und der Bindekomfort halten sich jedoch in Grenzen. Setzt eine gerade Anzahl an Ösenpaaren voraus.
Straight European Lacing - 116 cm
Die traditionelle Methode des geraden Schnürens in Europa. In dieser Kombination aus geraden und gekreuzten Segmenten ergibt sich eine feste und sichere Schuhbindung. Bei Schuhen mit kleinem Oberlederabstand werden die darunterliegenden gekreuzten Schnürsenkel kaum sichtbar.
Shoe Shop Lacing - 118 cm
Diese Bindeweise sieht man häufig bei Schuhen im Schuhfachgeschäft. Die linken und rechten Schuhe werden spiegelbildlich geschnürt, um einen symmetrischen Eindruck zu erhalten.
Sawtooth Lacing - 116 cm
Wenn die Schnürsenkel festgezogen werden, verhelfen die im steilen Winkel verlaufenden Segmente zu einem festeren Halt über dem Fussrist. Die Schuhe sollten spiegelbildlich geschnürt werden, um einen ästhetischen Effekt zu erzielen.
Lightning Lacing - 118 cm
Ist der «Shoe Shop Lacing» Schnürung sehr ähnlich. Die horizontalen Segmente fehlen und die diagonal verlaufenden Schnürsenkel sehen aus wie ein Blitz.
Hiking/Biking Lacing - 100 cm
Eine Version der geraden Parallelbindung mit innen- oder aussenliegenden Schlaufen. Beim Wandern sollten die Schlaufen auf der Innenseite sein. Beim Radfahren auf der Aussenseite, damit die Schnürsenkel-Enden sich nicht in der Pedale oder Kette verfangen können. Diese Bindeart benötigt eine gerade Anzahl an Ösenpaaren.
Train Track Lacing - 120 cm
Das Resultat dieser Schnürung mit den sich gerade abwechselnden Segmenten erinnert an das Aussehen von Eisenbahnschienen. Für diese Bindeart können dünnere bzw. schmalere Schnürsenkel verwendet werden. Durch die doppelte Führung wird diese Schnürung besonders fest und robust.
Bow Tie Lacing - 94 cm
Durch die direkteste Führung der Senkel lassen sich die Schuhe auch mit zu kurzen Schnürsenkeln gut binden. Durch die Halbierung einer normalen Kreuzbindung entstehen auch weniger Druckstellen an den Füssen.
Army Lacing - 94 cm
Diese Schnürung wird gerne im Militär für Armee- und Kampfstiefel verwendet. Die in der Regel durch das dicke Leder starren und unbequemen Kampfstiefel werden durch das Fehlen von Oberleder-Überkreuzungen biegsamer.
Roman Lacing - 100 cm
Die sich abwechselnden X-I-X auf dem gebundenen Schuh sehen wie römische Zahlen aus. Liegen die Oberleder bündig zueinander, wird diese Wirkung verstärkt. Varianten dieser Schuhbindung starten mit einem geraden oder gekreuzten Segment.
Double Back Lacing - 115 cm
Eine ausgefallene und elegante Bindetechnik für Sneaker. Leider lassen sich die Schnürsenkel-Enden nicht besonders gut anziehen.
Unser Tipp: Keep Your Laces Loose!
Unser Tipp: Keep Your Laces Loose!
Lattice Lacing - 115 cm
Die im steilen Winkel gekreuzt verlaufenden Segmente erzeugen ein Flechtmuster. Diese dekorative Bindemethode benötigt mindestens sechs Ösenpaare. Sollten die Schuhe mehr Ösen haben, kann das Muster einfach fortgesetzt werden.
Riding Boot Lacing - 118 cm
Diese Bindemethode ist auch unter dem Namen «Bal Lacing» bekannt. Die Bindungen verlaufen von beiden Enden her gegen die Mitte, wo die Schnürsenkel mit einer Schleife gebunden werden. Bei Schnürstiefeln mit einem Reissverschluss wird diese Bindemethode gerne als dekoratives Element ohne Funktion verwendet.
Zig Zag Lacing - 121 cm
Eine ungewöhnliche Art die Schuhe zu schnüren. Die Schnürsenkel werden durch die Ösen und zusätzlich um die verdeckten Segmente eingezogen. Dabei entsteht eine festsitzende Schuhbindung und ein interessantes Zickzack-Design.
Loop Back Lacing - 117 cm
Eine Schnürung, die besonders mit Rundsenkeln sehr gut funktioniert. Die dekorative Wirkung der ineinander verdrehten Spiralen kann mit zwei verschiedenfarbigen Senkeln zusätzlich verstärkt werden. Dafür werden zwei Senkel einfach mit einem flachen Knoten, der unter einer Öse versteckt wird, verbunden.
Spider Web Lacing - 127 cm
Diese kunstvolle Schnürung ist wie gemacht für dicke Rundsenkel, die farblich einen starken Kontrast zum Leder bilden. Besonders schön für hohe Schnürstiefel wie zum Beispiel Dr. Martens 14-Eye Boots.
Asterisk Lacing - 108 cm
Durch jeweils drei Ösenpaare werden die Schnürsenkel mit einer Kreuzbindung und einem geraden Segment zu einem Stern eingefädelt. Diese Bindeart ist nur auf Schuhen mit einer Ösenpaarzahl, die sich durch drei teilen lässt, möglich.
Lock Lacing - 117 cm
Eine spezielle Technik, die Schnürsenkel-Enden zu binden. Sie verhindert das Rutschen der Ferse und ergibt mehr Knöchelhalt im Schuh, wodurch weniger Reibung entsteht. Deshalb ist bei Sportschuhen die letzte Öse oft eine Doppelöse.
